Jahrestreffen 2005

Ein Besuch beim holländischen Nachbarn. Jahrestreffen 2005

BMW Treffen 2005


22. Internationales Treffen BMW Coupé Club in Tiel – Alphen in Holland.
Unsere Fahrt startete an einem gemeinsamen Treffpunkt in Moers. 8 Coupés (-1 ausgefallenes ergab 1x E36), also waren wir noch mit 7 Coupés unterwegs.
Wir alle hatten schon die ersten Pfingststaufahrten bis Moers hinter uns. Wir fuhren gegen 16:15 Uhr los, um gegen 17:30 Uhr unseren nächsten Stau
hinter Nijmegen in Empfang zu nehmen. Zum Glück schien die Sonne, so war es dann auch schön warm im Auto bei 27 Grad Außentemperatur.
Wir waren schließlich dennoch pünktlich am Hotel van der Valk in Tiel angekommen und bezogen unsere Zimmer.
Unsere Hauptversammlung startete gegen 19:00 Uhr und endete gegen 20:00 Uhr. Damit wurde unser Rekord von 22 Minuten im letzten Jahr nicht unterboten,
die Sitzung war aber trotzdem rekordverdächtig. Klar ist, der Club hat durch „Aufräumarbeiten“ 17 Mitglieder verloren.
Diese haben mehr als 2 Jahre ihren Beitrag nicht mehr bezahlt (kann man so was verstehen !?, jeder müsste sich doch glücklich schätzen Mitglied
in unserem Verein sein zu dürfen und dafür einen Dankeschönbeitrag zu zahlen). Ganz wichtig zu erwähnen:
Wir haben einen neuen Sportwart, Christoph Bier, der einstimmig gewählt wurde wie auch der Rest des Vorstandes.
Anschließend haben wir wie immer festlich gespeist. Nachdem wir uns dann über Nacht von den Strapazen erholt hatten, war endlich staufreies Fahren
bei Sonnenschein angesagt. Es waren beim Treffen keine Ausfälle zu verzeichnen.
Ich hatte an einer Ampel bei gelb stärker gebremst und hörte von hinten Reifen quietschen. Beinahe wären Rainers roter CSL und mein Baikalblauer 2800 CS
kaltverformt worden. An der Ampel fiel mir dann später auf, dass der Drehzahlmesser ausgefallen war. Im nachhinein weiß ich jetzt, warum Rainer leichten Stress hatte.
Auf der Abfahrt ging mir dann beim Kuppeln der Wagen aus und meine Frau erlebte eine etwas hektische Weiterfahrt zu unserem nächsten Treffpunkt BMW Ekris:
Beim Anhalten gleichzeitig bremsen und Gas geben, damit der Wagen nicht ausgeht, man aber trotzdem rechtzeitig zum halten kommt!
Ursache war eine Sicherung, die beim CS Bremslicht(!), Startvergaser, Drehzahlmesser und andere Anzeigeinstrumente ausfallen ließ.
BMW Ekris und Klaus Wagner waren so nett, mir ein paar Sicherungen zukommen zu lassen, sodass eine Weiterfahrt problemlos möglich war,
(u.a. hatte die Sicherung statt 8A 5A, sodass sich auch der Ausfall erklären ließ).



Bei BMW Ekris wurde dann erst mal bestaunt, was Neues angesagt ist und wie ein BMW Händler in Holland seine Fahrzeuge präsentiert. Es fanden sich einige
schöne Exemplare, aber die Portokasse war doch nicht genügend gefüllt, um einen Wunschtyp mitzunehmen.
Zum Ausgleich gab es eine wunderbare Spargelcremesuppe und holländische unkomprimierte Luftbrötchen mit leckerem Belag. Die nächste Ausfahrt hatte es in sich.
Wir mussten an einem Streckenposten unser Wissen über unser Gastland auf einem Fragebogen preisgeben, nach der Weiterfahrt hatten sich fast alle
gesammelt und wir fuhren gemeinsam dem ersten Coupé gedankenlos hinterher. Erst vor der Überfahrt an einer Fähre (das erste Grinsen des Fährmanns wich später anderen Gesichtszügen) wurde bemerkt, dass wir uns verfahren hatten und 25 Coupés wendeten.
Leider hatten wir keine Filmkamera dabei. Am nächsten Punkt angekommen – es war ein Feldweg der nur eine Richtung zuließ, am Ende war wenden möglich
– biss sich die CS-Schlange in den Schwanz. Also musste sich das letzte Coupé am nächsten Posten vorbeischlängeln, bevor das erste wieder rausfahren konnte.
Vorher wurde wieder das Wissen gefordert, so leichte Fragen wie: „Wie viel wiegt eine Hinterachse ohne Getriebe?“ oder „Welche Farbe verbarg sich hinter dem Farbcode 085?“.
Am Feldweg stand eine restaurierte Windmühle, die in Betrieb war und die wir dann enterten. Für die anschließende Fotosession wurden die Coupés
um einen Teich herum drapiert, danach ging es weiter zum Campingplatz, wo Gerd und Hetti die Vorbereitungen in einem großen Zelt zu Kaffee und Kuchen getroffen hatten.
Nach gutem Kuchen wurde ein Bus eingesetzt, um uns vom Campingplatz zum Hotel und wieder zurück zu bringen.
Der Abend wurde dann wieder im Zelt verbracht, wo ein Koch ein Spanferkel und weitere Köstlichkeiten zubereitete.
Gerd Mensak servierte allen einen Schumitrunk und der Abend wurde feuchtfröhlich, die Pokale verteilt und am nächsten Morgen gab es einige schwer
angeschlagene Gesichter, die sich im Laufe der anschließenden Schiffstour langsam wiederbelebten und auch dank wenig Seegang wieder Farbe bekamen.
Nachdem auch das Wetter wieder seine richtige Einstellung gefunden hatte (viel Sonne und ein paar dicke Wolken), ging die Schiffstour dem Ende zu.
Der Abend stand zur freien Verfügung und wir sahen uns das Zentrum von Thiel an. Wir hatten nach 20 Minuten fast alles gesehen,
aber es gab zum Ausgleich noch eine Kirmes und wir konnten den wenigen Fahrspaß des Tages im Autoskooter nachholen.
Am nächsten Tag wurden die Gastgeschenke verteilt und alle freuen sich bereits auf das nächste Jahrestreffen,
das aller Voraussicht nach am und um den Nürburgring stattfinden wird.

Text: Jürgen Baum


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